Märchenblut
"Märchenblut" ist ein kriminalistischer Reigen mit kammerspielartigen Dialogen, der die zentralen Themen menschlichen Miteinanders und der dadurch induzierten Lebenslügen schonungslos sichtbar, und für den Leser und Betrachter spürbar macht.
Die durch eine fingierte Einladung herzitierten Protagonisten müssen sich in einer abgeschiedenen Umgebung - mitten in einer noch unberührten Natur - vor allem mit ihren eigenen Verfehlungen auseinandersetzen. Getrieben von ihrer Lust am materiell orientierten Leben, innerlich und äußerlich gezeichnet durch Schmerz, Verlust, Eitelkeit, Neid und Selbstbetrug, wird eine Abendgesellschaft mit ihrer verlorenen Jugend konfrontiert.
Die scheinbar harmlose Märchenwelt, makel- und gegenwartslos inszeniert von dem Autor Gabriel und seiner Geliebten Clara, mit real-künstlichen Fabelwesen, hält am Ende jedem den unbarmherzigen Spiegel vors Gesicht. Jäger und Gejagte wechseln zum Teil in schicksalhaften Wendungen ihre Masken. Wer ist die Rosenprinzessin, wer ist der giftige Stachel, und wer hält die Zügel bei diesem tödlichen Spiel in der Hand?
Sprache ist die Waffe, mit dem der Autor umzugehen weiß. In seinem neuen Roman deckt er anhand von Metaphern und Symbolen das Leben von fünf vermeintlichen Freunden auf.
Es folgt eine kritische Auseinandersetzung um Macht, Luxus und etablierten Positionen innerhalb der Gesellschaft. Die Midlife-Crisis-Generation muss tatenlos zusehen, wie sie nach und nach demaskiert wird, und die Zerstörung der Lebenslügen voranschreitet. Damit verfliegt unweigerlich der Schein, den sich jeder Beteiligte über die Jahre aufgebaut hatte.
Offensichtlich machtlos, müssen alle Nachtschwärmer sich ihrer Taten und vor allem sich selbst stellen. Schuldig oder unschuldig werden sie Teil eines realen Märchens, das nur scheinbar ein gutes Ende findet.
Roman: poetischer Psychothriller
Drehbuch: Kinoformat 110 Min.