Leonard Peltier

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Seit 35 Jahren unschuldig in Haft! Freiheit für Leonard Peltier!

Yes you can! Präsident Obama, schenken Sie Leonard Peltier die Freiheit! Mehr als sein halbes Leben ist der indianische Bürgerrechtler Leonard Peltier jetzt schon in Haft für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. “Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst”, erzählt Robert R. Bryan, Peltiers Rechtsanwalt, der den 66-Jährigen regelmäßig im Gefängnis besucht. Im August 2009 wurde ein Antrag auf vorzeitige Entlassung zur Bewährung nach 33 Jahren Haft von der zuständigen Kommission abgelehnt, obwohl der indianische Bürgerrechtler alle Voraussetzungen dafür erfüllt. Deshalb muss Präsident Obama ihn nun endlich begnadigen, wenn er noch eine Chance auf einen Lebensabend in Freiheit haben soll. Denn Peltier ist inzwischen ein sehr kranker Mann. 1975 kamen bei einer Schießerei zwischen Angehörigen des American Indian Movement (AIM) und der Bundespolizei FBI im Reservat Pine Ridge in Süd Dakota zwei FBI-Beamte ums Leben. Dafür wird Peltier verantwortlich gemacht. Im Reservat herrschten damals bürgerkriegsähnliche Zustände. Peltier floh nah Kanada, wo er verhaftet, aufgrund einer Falschaussage in die USA abgeschoben und dort zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt wurde. Doch die tödlichen Schüsse stammten ballistischen Untersuchungen zufolge nicht aus seiner Waffe. Eine vermeintliche Augenzeugin widerrief ihre Aussage, da sie unter Druck des FBI entstanden war. Eine Wiederaufnahme des Verfahrens wurde durch alle Instanzen abgewiesen, obwohl der Ankläger Lynn Crooks schon 1985 zugab, dass die Strafverfolgungsbehörden nicht wissen, wer die beiden FBI-Agenten erschoss. Amnesty International bezeichnete die Prozessführung als unfair. Bis heute kämpfen die Verteidiger um die Freigabe von Ermittlungsakten, die vom FBI zurückgehalten werden. Viele Prominente setzten sich für Peltiers Begnadigung ein, darunter Simon Wiesenthal, Gründer des Dokumentationszentrums des Bundes Jüdischer Verfolgter des Naziregimes, die Friedensnobelpreisträger Rigoberta Menchú und Nelson Mandela sowie zahlreiche Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Bild von Leonard Peltier und Biegert 1986 erlitt Peltier einen Schlaganfall, durch den er auf einem Auge nahezu erblindete. Er ist an Diabetes erkrankt. Der Verdacht auf Prostatakrebs hat sich 2011 zwar nicht bestätigt, doch die Suche nach den Ursachen für die Symptome geht weiter.

Erst 2024 darf Peltier erneut einen Antrag auf Bewährung stellen - eine lange Zeit für den kranken Mann. Deshalb appellieren wir an Präsident Barack Obama:

Mr. President - Yes you can! Präsident Obama, schenken Sie Leonard Peltier die Freiheit!

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt Leonard Peltier seit langem mit Briefkampagnen, Mahnwachen oder - in Kooperation mit dem Förderverein für bedrohte Völker - mit Spendenaktionen für seine Verteidigung.
Kontakt:

Yvonne Bangert, Referat indigene Völker, indigene@gfbv.de
Spendenkonto: Förderverein für bedrohte Völker, Stichwort “Leonard Peltier”,
Konto 7400 201,
Postbank Hamburg,
BLZ 200 100 20